Einleitung
Bei der Reverse-Phase-HPLC von Peptiden bestimmt die Wahl des Ionenpaar-Reagenz in der Mobilphase maßgeblich, wie scharf eure Peaks werden, wie lange die Säule lebt und ob die Methode mit nachgeschalteter Massenspektrometrie kompatibel ist.
Standard ist seit Jahrzehnten Trifluoressigsäure (TFA). Als Alternative gewinnt Ameisensäure (Formic Acid, FA) an Boden, vor allem für LC-MS-Workflows. Dieser Beitrag vergleicht beide Optionen und zeigt, wann welcher Modifier die richtige Wahl ist.
[!NOTE] Wir nutzen für unsere Standard-Pipeline 0,1 % TFA. Wo eine MS-Identitätsbestätigung parallel läuft, kommt FA als Alternative in Frage.
TFA als Standard
TFA bei 0,05 bis 0,1 % im Eluenten:
- Sehr scharfe Peaks durch starkes Ionenpaar-Verhalten, wichtig für Reinheitsbestimmung im Sub-Prozent-Bereich
- Robuste Reproduzierbarkeit über Säulen- und Gerätegenerationen hinweg
- Geeignet für UV-Detektion ohne Hintergrundprobleme bei 220 nm
- Aggressiv gegen Säulenmaterial: verkürzt die Säulenlebensdauer um rund 20 % gegenüber FA