Einleitung
Wer in der Forschungspeptid-Branche nach einem verlässlichen externen Labor sucht, landet meist bei einem Namen: Janoshik Analytical. Das tschechische Labor hat sich seit 2014 als faktischer Standard für unabhängige Reinheits- und Identitätsprüfung etabliert. Wir geben keine Charge ohne einen Janoshik-Bericht frei.
Dieser Beitrag erklärt, warum wir mit Janoshik arbeiten, welche Methoden dort eingesetzt werden und wie ihr selbst eine CoA über die öffentliche Verifizierungsseite gegenprüfen könnt.
[!NOTE] Wir sind kein Labor und stellen keine eigenen Reinheitswerte aus. Jede Zahl auf einem unserer CoAs stammt aus einer Janoshik-Messung; wir reichen den Bericht 1:1 weiter.
Wer ist Janoshik?
Janoshik Analytical ist ein akkreditiertes Analytik-Labor mit Sitz in Brünn, Tschechien. Schwerpunkte sind:
- HPLC-UV-Reinheitsanalyse (Standard für peptidische Wirkstoffe)
- Massenspektrometrie (ESI-MS) zur Identitätsbestätigung
- Restsolvenz-Bestimmungen (GC-MS)
- Endotoxin-Tests (LAL-Assay)
Die Laborleitung hat über 15 Jahre Erfahrung in pharmazeutischer Qualitätskontrolle und betreibt das Janoshik-Verification-Portal, eine öffentliche Datenbank, in der Käufer jede CoA per Lot-Nummer abrufen können. Diese Transparenz ist im Forschungspeptid-Markt einer der Hauptgründe, warum wir uns für Janoshik entschieden haben.
Methodik im Detail
HPLC-UV bei 220 nm
Standardmäßig wird jede Charge auf einer C18-Säule (250 × 4,6 mm, 5 µm) mit einem TFA-modifizierten Acetonitril/Wasser-Gradienten aufgetrennt. Die Detektion läuft bei 220 nm, der Wellenlänge, bei der die Peptidbindung absorbiert.
Vorteil dieser Methode: hohe Reproduzierbarkeit und gute Auflösung für Sequenzen bis etwa 50 Aminosäuren. Nachteil: kurze Peptide (≤ 4 AS) zeigen schwache Absorption und brauchen alternative Detektoren.
ESI-MS zur Identitätsbestätigung
Parallel zur HPLC läuft ein ESI-MS-Run (Electrospray Ionization Mass Spectrometry). Der gemessene m/z-Wert wird gegen die theoretisch erwartete Masse abgeglichen. Eine Abweichung > 1 Da führt zur Charge-Ablehnung.
Reinheit und Identität sind getrennte Tests. Eine 99,5-prozentige Charge des falschen Peptids ist nicht besser als eine 92-prozentige Charge des richtigen.
Endotoxin- und Restsolvenz-Tests
Diese Tests sind nicht in unserer Standard-Pipeline enthalten. Sie werden nur auf Anfrage durchgeführt, weil sie für den reinen In-vitro-Forschungsgebrauch in der Regel nicht relevant sind. Wer sie für ein Zell-Assay benötigt, kann sie vor Bestellung anfordern.
Verification-Portal: Schritt für Schritt
- CoA-PDF aus eurer Bestätigungs-Mail öffnen.
- Lot-Nummer ablesen (Format:
CS-xy0-1234). - Auf janoshik.com/verification Lot eingeben.
- Originaldokument vergleichen: Reinheit, Methode und Testdatum müssen 1:1 mit dem PDF übereinstimmen.
[!WARNING] Wenn Werte abweichen oder das Lot nicht im Portal gefunden wird, bitte sofort an
labs@chromepeps.commelden. Es gab in der Vergangenheit Fälschungen von CoAs durch Drittanbieter (nicht in unserer Lieferkette), und wir prüfen jeden Hinweis.
Häufige Fragen
Warum nicht ein deutsches Labor? Janoshik bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis für die Chargengrößen, die wir freigeben (typisch 100 bis 500 Vials). Deutsche Labore sind etwa drei- bis fünfmal teurer und liefern keine öffentliche Verifikation.
Akkreditiert? Ja, ISO 17025 für Chromatographie- und Massenspektrometrie-Methoden. Akkreditierungsdokumente sind auf Anfrage verfügbar.
Wie häufig testet ihr? Jede einzelne Charge, keine Stichproben. Bei Mehrfachbestellungen aus derselben Produktionscharge geben wir denselben CoA mit (klar als „aus Charge X" gekennzeichnet).
[!IMPORTANT] Forschungsgebrauch: Inhalte dieses Artikels beziehen sich ausschließlich auf In-vitro- und Laborkontexte. Keine Empfehlung für Anwendung am Menschen oder Tier.