Einleitung
Reinheit ist bei Forschungspeptiden kein Marketing-Wert. Sie ist die Voraussetzung dafür, dass ein In-vitro-Experiment überhaupt interpretierbar bleibt. Eine 92-%-Charge enthält nicht bloss eine etwas andere Konzentration: sie enthält 8 % Verunreinigungen, deren biologische Aktivität in der Regel nicht charakterisiert ist und die ein Assay-Ergebnis vollständig verschieben können.
Dieser Artikel beschreibt die Pipeline, mit der wir gemeinsam mit Janoshik Labs jede Charge testen, bevor sie freigegeben wird. Methode, Säulenwahl, Auswertung. Und: warum wir bei einer Peakflächen-Reinheit von ≥ 98 % freigeben, nicht bei den oft kommunizierten ≥ 99 %.
[!NOTE] Alle hier gezeigten Daten stammen aus realen, veröffentlichten Chargen-Analysen. Die zugehörigen CoAs sind unter janoshik.com/verification öffentlich verifizierbar.
Methode
Die Pipeline besteht aus vier Schritten: Probenvorbereitung, Trennung per Reverse-Phase-HPLC, UV-Detektion bei 220 nm sowie paralleler Massen-Bestätigung per ESI-MS. Wir laufen jede Charge : einmal direkt nach Eingang, ein zweites Mal nach 30 Tagen Lagerung bei –24 °C, um Zerfallsdrift früh zu erkennen.